Rohstoffeinkauf aktuell 08.08.2025

Sonderausgabe: Streit bei Zöllen und Chinas Expansion bei Rohstoffen als Weltrisiko

TOP-THEMA: Edelmetalle vor dem nächsten Ausbruch dank USA und China – Nicht nur Gold und Silber halten durch den Zollkonflikt an ihren Höhenflügen fest

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Wachsende Gefahr von Preiseskalationen durch den weltweiten Zollstreit
2025 bleibt ein bewegtes Jahr. Probleme, das sprichwörtliche Sommerloch zu füllen, haben Medienvertreter nicht. Vielmehr ist die thematische Vielfalt noch größer als in den letzten Jahren. Die Gefahr einer Verschärfung der Krisen im Nahen Osten und in der Ukraine, der Zollstreit und Herausforderungen wie anhaltende Rezessionsängste sind nur einige zentrale Punkte. Die globalen Aspekte gingen am Rohstoffmarkt nicht spurlos vorbei. Gerade die Androhung neuer Zölle aus den USA erhöhte den Druck auf Einzelwerte – einmal mehr sind es die Edelmetalle, die wichtige Weichen stellen könnten. Doch es gibt auch Hoffnung, wie die Gespräche zwischen den USA und der EU.
„Made for Germany“ soll zur ökonomischen Wende führen
Es steht schlecht um die deutsche Wirtschaft. Darüber konnte auch das erwähnte Wachstum von 0,4 % im ersten Quartal nicht hinwegtäuschen. Von einem Ende der Konjunkturflaute ist insgesamt wenig zu spüren. Nicht nur die Deutsche Bundesbank verwies im Juli auf die Folgen einer weiteren Eskalation im Zollstreit. Die Initiative „Made for Germany“ soll als Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Politik den erforderlichen Wandel bringen. Die geplanten Investitionssummen der beteiligten Unternehmen klingen vielversprechend. Kurzfristig wird das Vorhaben aber kaum Veränderungen bringen können. Der Zeitdruck ist größer denn je, so das Credo vieler Beobachter.
Edelmetalle legen weiter zu – Kupfer als neuer Überflieger
Ein kritischer Faktor für die globalen Rohstoffmärkte ist der US-Dollar. Die internationale Leitwährung geriet seit Amtsantritt Donald Trumps wiederholt ins Straucheln. Seit den ersten Ankündigungen von Strafzöllen nahm der Druck zu. Nutznießer des Trends war unter anderem der Euro. Wegen fehlender Neuaufträge und schwacher Aussichten für den Jahresverlauf mussten viele Unternehmen Chancen auf dem Markt ungenutzt verstreichen lassen. Krisenbedingt hat der Trend im Bereich der Edelmetalle Bestand, was nicht zuletzt dem Interesse vieler Anleger geschuldet ist. Industriewerte – im Speziellen Kupfer – geraten durch den sehr harten Zollkurs Trumps auch ins Visier von Spekulanten.
Deutschland und Europa müssen endlich unabhängiger werden
Wenn der US-amerikanische Protektionismus und der Aufschwung Chinas etwas verdeutlichen, dann das Erfordernis, dass Europa sich endlich auf gemeinsame Werte und Ziele einigt. Gute Ansätze gibt es ohne Frage. Klar ist im selben Maße, dass andere Volkswirtschaften wie China und die USA unter der Führung des Präsidenten Donald Trump den Begriff der Demokratie merklich entspannter als die EU bewerten. Es geht nicht darum, Regeln zur Mitbestimmung über Gebühr aufzuweichen. Dass politische und wirtschaftliche Entscheidungen in Peking und Washington ungleich einfacher und rascher gefällt werden, sollte die EU-Kommission dennoch zum Nachdenken bewegen. Nach wie vor nehmen Verfahren zu viel Zeit in Anspruch. Zeit, die viel Geld kostet und die Gemeinschaft regelmäßig in neue Abhängigkeiten bringt.