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Edelmetalle legen weiter zu – Kupfer als neuer Überflieger

Ein kritischer Faktor für die globalen Rohstoffmärkte ist der US-Dollar. Die internationale Leitwährung geriet seit Amtsantritt Donald Trumps wiederholt ins Straucheln. Seit den ersten Ankündigungen von Strafzöllen nahm der Druck zu. Nutznießer des Trends war unter anderem der Euro. Wegen fehlender Neuaufträge und schwacher Aussichten für den Jahresverlauf mussten viele Unternehmen Chancen auf dem Markt ungenutzt verstreichen lassen. Krisenbedingt hat der Trend im Bereich der Edelmetalle Bestand, was nicht zuletzt dem Interesse vieler Anleger geschuldet ist. Industriewerte – im Speziellen Kupfer – geraten durch den sehr harten Zollkurs Trumps auch ins Visier von Spekulanten.

Matthias Nemack

06.08.2025 · 8 Min Lesezeit

Kupferzölle schaden Einkäufern und nutzen Minenbetreibern

Kupfer nahm zum Beginn des dritten Quartals eine gewisse Sonderstellung auf dem Markt ein. Zeitweise kletterte der Preis pro Pfund an der wichtigen New Yorker Börse COMEX auf einen Stand von 5,6 US-Dollar zum Ende der zweiten Juliwoche. Vorausgegangen war der Versand weiterer Zollbriefe durch den US-Präsidenten. Auf der allgemeinen Zollliste stehen Staaten mit drohenden Höchstzöllen wie Brasilien (50 %), Myanmar und Laos (40 %) oder Thailand (36 %). Die genannten Staaten kündigten an, geeignete Gegenmaßnahmen in Angriff nehmen zu wollen. Von größerer Bedeutung mit Bezug zu Kupfer war aber in diesem Rahmen die Überlegung der USA, länderunabhängige Zölle von 50 % auf Kupfer zum August festlegen zu wollen. Trumps O-Ton auf seiner Plattform Truth Social fiel unmissverständlich aus. Die USA würden daran arbeiten, wieder eine „dominante“ Kupferindustrie zu schaffen.

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