KURZMELDUNGEN
Deutschland und Europa müssen endlich unabhängiger werden
Wenn der US-amerikanische Protektionismus und der Aufschwung Chinas etwas verdeutlichen, dann das Erfordernis, dass Europa sich endlich auf gemeinsame Werte und Ziele einigt. Gute Ansätze gibt es ohne Frage. Klar ist im selben Maße, dass andere Volkswirtschaften wie China und die USA unter der Führung des Präsidenten Donald Trump den Begriff der Demokratie merklich entspannter als die EU bewerten. Es geht nicht darum, Regeln zur Mitbestimmung über Gebühr aufzuweichen. Dass politische und wirtschaftliche Entscheidungen in Peking und Washington ungleich einfacher und rascher gefällt werden, sollte die EU-Kommission dennoch zum Nachdenken bewegen. Nach wie vor nehmen Verfahren zu viel Zeit in Anspruch. Zeit, die viel Geld kostet und die Gemeinschaft regelmäßig in neue Abhängigkeiten bringt.
Matthias Nemack
06.08.2025
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2 Min Lesezeit
Es könnte schlechter um die deutsche Wirtschaft stehen
Deutschlands Wirtschaft schien sich zum dritten Quartal an einer Art Scheideweg zu befinden. Das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) hob seine Vorhersage für das Jahr 2026 im Juni immerhin auf 1,6 % an. Konjunkturchef Stefan Kooths verwies auf wichtige Frühindikatoren, die eine vorsichtige Trendwende nach 2 Jahren Talfahrt nahelegen würden. Die vorläufige Ruhe sollte aber nicht überbewertet werden. Eine bessere Prognose formulierte Ende Juni das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Der Index stieg auf 94,2 Punkte und damit auf ein 2-Jahres-Hoch. Die deutsche Wirtschaft könnte sich leicht aufhellen, wie DIW-Ökonomin Geraldine Dany-Knedlik betonte.
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