Rohstoffeinkauf aktuell 10.10.2025

Sonderausgabe: Wie lange wird der Handelsstreit dauern? Deutschland sucht Lösungen

TOP-THEMA: Europas Wirtschaft sitzt zwischen den globalen Stühlen

Mangellage bei vielen Rohstoffen fordert von Europa innovative Lösungen

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Die Weltwirtschaft im Wartemodus vor der Supreme-Court-Entscheidung
Volkswirtschaften weltweit streben klare Handelsverhältnisse an. Deutlich wurde dies durch das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. Die Vereinbarungen sind umstritten, schienen aus Sicht der EU-Kommission aber die beste Lösung für die nahe Zukunft zu sein. Das eingangs thematisierte juristische Dilemma in den Vereinigten Staaten zeigt, wie unsicher die Situation nach wie vor ist. Während Europa auf das Urteil des Supreme Courts warten muss, setzten die Vereinigten Staaten Gespräche mit anderen Partnern wie Indien und China fort. Es geht um viel für alle Beteiligten. Das Ziel ist die schnelle Beseitigung momentaner ökonomischer Unwägbarkeiten.
China demonstriert erneut seine Macht am Rohstoffmarkt
Chinas Exportpolitik wird nicht erst seit diesem Jahr ein immer größeres Problem für die Weltwirtschaft. Peking legt seinen Schwerpunkt seit Jahren auf die Versorgung der heimischen Industrie und erschwert dadurch zunehmend die Marktbedingungen für den internationalen Einkauf. Natürlich ist diese Entwicklung ebenfalls Ziel der US-Restriktionen. Parallel zu Verhandlungen mit den USA über ein neues Handelsabkommen spielte die Volksrepublik jetzt erneut seine Stärke als führender Versorger bei vielen wichtigen Rohstoffen aus. Ein Beispiel für die künstliche Verknappung der Ausfuhren: das Halbmetall Germanium. Ein schwerer Rückschlag für die US-Rüstungsindustrie.
Rohstoffmangel bedroht die Produktion der europäischen Industrie
Vor dem im vorherigen Kapitel angesprochenen Preisdruck durch chinesische Exportkontrollen warnen selbstredend nicht nur Vertreter der US-Rüstungsindustrie. Die Sorgen in Europa und damit in Deutschland wachsen im gleichen Maße. Die deutsche Rüstungsbranche teilt das Schicksal der Sparte in den USA. Sie leidet unter hohen Ausgaben und bei vielen Rohstoffen unter fehlenden Angeboten aus dem Ausland. Die EU-Handelskammer bezeichnet die zunehmenden Produktionsstopps infolge chinesischer Exportkontrollen als Wachstumsrisiko. Bereits im September 2025 könnte China in der Union für bis zu 50 Fertigungsstopps gesorgt haben – und die Zahlen könnten bis Jahresende nochmals steigen.
Der Bundesregierung muss endlich der große Wurf gelingen
Mit Spannung waren die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen erwartet worden. Beobachter hatten im Vorfeld ein Erstarken der AfD in Aussicht gestellt. In der Tat konnte die Partei vielerorts deutlich zulegen. Zumindest aus Sicht von CDU/CSU und SPD ist das schlimmstmögliche Szenario ausgeblieben. Die Erwartungen an die Bundesregierung für das Schlussquartal 2025 sind aber hoch. Umfragen zeigen, dass sowohl die Wirtschaft als auch die Bevölkerung bisher eher unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen der Regierungsarbeit sind. Dies bestätigten einmal mehr die Veränderungen im Beliebtheitsranking. So rutschte der Bundeskanzler auf der Skala des INSA-Instituts weiter ab und lag Ende September nur noch auf Rang 18. Streitthemen der Regierung sind neben Steuern vor allem auch mögliche Einschnitte im Sozialsystem.