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China demonstriert erneut seine Macht am Rohstoffmarkt

Chinas Exportpolitik wird nicht erst seit diesem Jahr ein immer größeres Problem für die Weltwirtschaft. Peking legt seinen Schwerpunkt seit Jahren auf die Versorgung der heimischen Industrie und erschwert dadurch zunehmend die Marktbedingungen für den internationalen Einkauf. Natürlich ist diese Entwicklung ebenfalls Ziel der US-Restriktionen. Parallel zu Verhandlungen mit den USA über ein neues Handelsabkommen spielte die Volksrepublik jetzt erneut seine Stärke als führender Versorger bei vielen wichtigen Rohstoffen aus. Ein Beispiel für die künstliche Verknappung der Ausfuhren: das Halbmetall Germanium. Ein schwerer Rückschlag für die US-Rüstungsindustrie.

Matthias Nemack

10.10.2025 · 2 Min Lesezeit

Germanium aus China ist augenblicklich alternativlos

Rohstoffe gelten seit jeher aus gutem Grund als taktische Waffe. China ist nicht das erste Land, das von seinen natürlichen Ressourcen Gebrauch macht, um Druck auf andere Staaten und Wirtschaftsräume auszuüben. Es ist auch nicht das erste Mal, dass die chinesische Regierung ihre Sonderstellung im globalen Wettbewerb nutzt. Die Auswirkungen sinkender Ausfuhrraten sind im Fall Chinas heute hingegen noch ungleich schwerwiegender als im Umfeld früherer Krisen, wie die Situation beim Metall Germanium zeigt. Aufgrund seiner guten Eigenschaften als Halbleiter ist der Rohstoff wichtiger Bestandteil in Bereichen wie der Detektortechnologie oder bei der Herstellung spezieller Kameras. Ein deutliches Nachfrageplus ergibt sich zudem aus dem Wachstum im Informationssektor sowie dem Ausbau erneuerbarer Energien wie Solarzellen.

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