Widerspruch zwischen politischer und wirtschaftlicher Realität
Die Einschätzungen rund um die Vereinbarungen fallen unterschiedlich aus. Bundeskanzler Merz sah beispielsweise die Gespräche mit den USA bezüglich Aluminium und Stahl trotz aller Schwierigkeiten auf einem guten Weg. Eine Einigung hinsichtlich der wichtigen Rohstoffe sei lediglich eine Frage der Zeit. Das Beharren der Regierung Trump auf hohen Zöllen auf die besagten Werte sprach Mitte September eine andere Sprache. Bertram Kawlath, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, hatte zuvor im Rahmen des Maschinenbautags der Vereinigung Kritik angemeldet. Deutsche Unternehmen würden eben nicht 15 %, sondern weiterhin Einfuhrzölle in Höhe von maximal 50 % auf Exporte in die USA zahlen. Das aktuelle Zollabkommen biete explizit nicht die Sicherheit und Stabilität, auf die Maschinenbaufirmen aus Europa dieser Tage so sehr angewiesen seien. Das gilt freilich auch für andere Branchen.
