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Die Weltwirtschaft im Wartemodus vor der Supreme-Court-Entscheidung

Volkswirtschaften weltweit streben klare Handelsverhältnisse an. Deutlich wurde dies durch das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. Die Vereinbarungen sind umstritten, schienen aus Sicht der EU-Kommission aber die beste Lösung für die nahe Zukunft zu sein. Das eingangs thematisierte juristische Dilemma in den Vereinigten Staaten zeigt, wie unsicher die Situation nach wie vor ist. Während Europa auf das Urteil des Supreme Courts warten muss, setzten die Vereinigten Staaten Gespräche mit anderen Partnern wie Indien und China fort. Es geht um viel für alle Beteiligten. Das Ziel ist die schnelle Beseitigung momentaner ökonomischer Unwägbarkeiten.

Matthias Nemack

10.10.2025 · 3 Min Lesezeit

Widerspruch zwischen politischer und wirtschaftlicher Realität

Die Einschätzungen rund um die Vereinbarungen fallen unterschiedlich aus. Bundeskanzler Merz sah beispielsweise die Gespräche mit den USA bezüglich Aluminium und Stahl trotz aller Schwierigkeiten auf einem guten Weg. Eine Einigung hinsichtlich der wichtigen Rohstoffe sei lediglich eine Frage der Zeit. Das Beharren der Regierung Trump auf hohen Zöllen auf die besagten Werte sprach Mitte September eine andere Sprache. Bertram Kawlath, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, hatte zuvor im Rahmen des Maschinenbautags der Vereinigung Kritik angemeldet. Deutsche Unternehmen würden eben nicht 15 %, sondern weiterhin Einfuhrzölle in Höhe von maximal 50 % auf Exporte in die USA zahlen. Das aktuelle Zollabkommen biete explizit nicht die Sicherheit und Stabilität, auf die Maschinenbaufirmen aus Europa dieser Tage so sehr angewiesen seien. Das gilt freilich auch für andere Branchen.

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