AfD profitiert von der wirtschaftlichen Schieflage
Die letzte INSA-Sonntagsfrage aus dem September zeigte noch etwas anderes, was den Unmut seit Merz’ Amtsantritt aufzeigte: Zum ersten Mal belegte die AfD deutschlandweit vor den Schwesterparteien CDU und CSU Platz 1. Die Brisanz der Umfrage-Resultate wird offensichtlich, führt man sich den ursprünglich geplanten Termin der Bundestagswahlen, den 28.09.2025, vor Augen. Hätten die Wahlen planmäßig stattgefunden und Wählerinnen und Wähler gemäß der Umfrage abgestimmt: Die Verhältnisse im Bundestag wären noch ungleich problematischer. Weder ein Bündnis aus Union und SPD noch eine rot-rot-grüne Koalition wäre unter diesen Bedingungen mehrheitsfähig gewesen. Allein ein Zusammenschluss von Union und AfD hätte die nötige Mehrheit erreicht. Um diesen Trend im Land zu brechen, muss Bundeskanzler Friedrich Merz in den kommenden Monaten dringend Erfolge vorweisen. Seinem Amtsvorgänger Scholz war dies mit bekannten Folgen nicht gelungen.
