Deutsche Wirtschaft ist noch nicht produktiv genug
Sieht man von politischen Herausforderungen für die Bundesregierung ab, hadert das Land unter anderem mit fehlenden Fortschritten bezüglich der Produktivität. Dies jedenfalls ging im August aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, deren Auftraggeber die im Jahr 2002 gegründete Münchener Stiftung Familienunternehmen war, die als Lobbyorganisation bundesweit rund 600 Mitglieder vertritt. Ergebnis der Analyse: Die deutsche Produktivität lag seit 2020 im Schnitt bei 0,3 %. Noch während der 2010er Jahre lag das Niveau bei etwa 1,0 %, bis in die 1990er Jahre bei jährlich etwa 2,0 %. Als wichtiger „Wohlstandsmotor“ hat der Aspekt laut der Studie somit sukzessiv seine traditionelle Bedeutung eingebüßt, wie es IW-Makroökonomie- Chef Michael Grömling formulierte.
