KURZMELDUNGEN

Europa muss bei Rohstoffen zügig den Fuß von der Bremse nehmen

Europa drohte im laufenden Jahr im internationalen Kampf, um Rohstoffe weiter ins Hintertreffen zu geraten. Das globale Rennen ist sprichwörtlich in vollem Gange. Die Kritik vieler Analysten lautet: Die Konkurrenten China und die USA haben die Zeichen der Zeit viel früher als die Europäische Union erkannt. Die EU-Kommission in Brüssel und das Parlament in Straßburg diskutieren seit Jahren über den „Critical Raw Materials Act“. Branchenverbänden fehlt es angesichts bürokratischer Hemmnisse an der Entscheidungsfreude. Wie es anders gehen kann, zeigen die USA. Kurze – in Teilen sehr wohl kritikwürdige – Entschlussverfahren erlauben die kurzfristige Freisetzung von Geldern in Milliardenhöhe für Investitionen in kritische Rohstoffe. Europas Bürokratie jedoch kennt keine kurzen Dienstwege.

Matthias Nemack

11.09.2026 · 2 Min Lesezeit

USA investieren nicht nur, sie setzen auf Marktteilhabe

US-Rohstoffprojekte zeichnen sich im direkten Vergleich mit europäischen Bemühungen durch einige gravierende Unterschiede aus. Nicht erst die Regierung Trump verfolgt eine weitaus direktere Strategie. Die renommierte „Financial Times“ berichtete vor wenigen Wochen, die Vereinigten Staaten hätten allein seit dem Jahr 2022 rund 40 Milliarden US-Dollar für die Förderung von Produkten auf dem Sektor kritischer Rohstoffe bereitgestellt. Das Engagement umfasse dabei nicht nur reine Investitionen, auch habe der Staat seine direkten Beteiligungen konstant ausgeweitet. Dies ermögliche zusätzlich eine bessere „strategische Autonomie“ und die Schaffung stabiler Lieferketten. Der betreffende Bericht nahm unter anderem Bezug auf das amerikanisch-kanadische Unternehmen Almonty Industries Inc., das international an der Erschließung großer Wolframvorkommen arbeitet.

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