Widersprüchliche Aussagen zum Stand der Dinge beim Thema Gasspeicher
Die Meldungen über zu geringe Füllstände der Gasspeicher in Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit schlugen Ende August medial hohe Wellen. Sebastian Heinermann, Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern, war einer derjenigen, die vor den möglichen Folgen warnten. Der Gasspeicherfüllstand sei „mit Abstand“ der niedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011. Auf diese und ähnliche Äußerungen reagierte das Bundeswirtschaftsministerium mit einer klaren Entwarnung. Es sei keineswegs mit einer Mangellage zu rechnen. Ernst nehme man die Situation freilich dennoch und arbeite auf Hochtouren an der Beseitigung des Engpasses. Das Ministerium verwies etwa auf die Tatsache, dass die Füllstände allein keine abschließende Aussagekraft hätten. Schließlich beziehe Deutschland wesentliche Anteile seiner Lieferungen je nach Bedarf über Flüssiggas-Terminals, insbesondere von Partnern wie Norwegen. Der Vergleich mit Vorjahren sei sinnvoll, so Heinermann. Üblicherweise seien Speicher zum besagten Zeitpunkt durchschnittlich zu 67 % gefüllt.
