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Energiekosten können Kettenreaktionen nach sich ziehen

Es braucht kein Insiderwissen, um zu erkennen, dass steigende Preise für Öl in der logischen Konsequenz zugleich für Mehrkosten bei Gas und Strom sorgen werden. Ebenso klar ist: Sollten sich die Parteien im Konflikt zwischen Iran und seinen Verbündeten sowie den USA als selbsternannter Retter des Westens als Gegenpol nicht einigen können, ist ein jahrelanger Anstieg der Energiekosten aus Sicht von Experten eine ernste Option. Ausschlaggebend ist: Werden Öl, Gas und Strom teurer, ziehen andere Rohstoffe umgehend nach. Die Trends bei Edelmetallen wären in diesem Fall schlimmstenfalls nur ein erster gravierender Warnschuss gewesen.

Matthias Nemack

05.06.2026 · 8 Min Lesezeit

Ölpreisanstieg hat im 2. Quartal lange Bestand

Krisen gab es in der Vergangenheit immer wieder. Die Pandemie etwa ist noch in guter Erinnerung, ebenso die wegen kritischer Stimmen (möglichen) Versäumnisse bezüglich der politischen Aufarbeitung. Viele Preise bewegten sich zu Beginn des Kriegs in der Ukraine nach wie vor deutlich über dem Niveau vor Corona und wurden bedingt durch die Energiekrise im Jahr 2022 umgehend auf den nächsten sprichwörtlichen Höhenflug geschickt. Verzögerte Lieferungen beschäftigen viele Unternehmen so seit rund 6 Jahren. In dieses ohnehin schwierige Umfeld kam der Nahost-Konflikt im laufenden Jahr nun gewissermaßen „on top“. Die Erwartungen des Bundes und des IW-Instituts sind 2 von vielen Prognosen, die nichts Gutes für den Rest des Jahres vermuten lassen. Einige Analysten sprechen mittlerweile von der längsten wirtschaftlichen Flaute der deutschen Geschichte.

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