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Die aktuellen Rohstofftrends sorgen für viele Ängste in der Industrie

Schon an dieser frühen Stelle der Ausgabe lässt sich eine wesentliche Erkenntnis der letzten Wochen treffsicher zusammenfassen: Nahezu alle Rohstoffpreise bewegten sich in den entscheidenden Wochen vor Redaktionsschluss auf Rekordniveau. Daran konnten die zum Teil durchaus erheblichen Korrekturen am Ende wenig ändern. Für den Einkauf ist diese Tatsache im Grunde in doppelter Hinsicht problematisch. Denn parallel zum Trend auf dem Rohstoffmarkt sorgt der Krieg im Nahen Osten als zusätzliches – ebenso politisches wie wirtschaftliches – Dilemma bei einer Vielzahl der Erzeugerpreise für einen Ausbruch in neue Rekordregionen mit enormem Gewinnpotenzial für Anbieter.

Matthias Nemack

05.06.2026 · 2 Min Lesezeit

Krisen addieren sich auf und erhöhen das wirtschaftliche Risiko

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) war zur Mitte des 2. Quartals in guter Gesellschaft, als sie vor einer eventuellen Rückkehr der Rohstoffpreise an den Weltmärkten auf Rekordhochs wie 2021 warnte. Führende Wirtschaftsinstitute richteten zu dieser Zeit ähnliche Warnungen an die Politik. Entscheidend war dabei, dass die Lage vor dem Beginn des Kriegs im Nahen Osten für Verbraucher und Industrie eine denkbar ernste gewesen war. Die kritische Entwicklung spitzte sich insofern „nur“ nochmals zu. Die Prognosen zur Zukunft der deutschen Wirtschaft wurden von vielen Forschungseinrichtungen angesichts der verschiedenen Probleme nochmals nach unten korrigiert. Negative Einschätzungen bewegten sich zwischen Stagnation und einem endgültigen Kollaps. Die Rufe nach sinnvollen Reformen wurden immer lauter, während sich die Bundesregierung vermehrt in koalitionsinternen Streitigkeiten verstrickte.

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