Rohstoffeinkauf aktuell 05.12.2025

Sonderausgabe: Weltweiter Handelsstreit steht dem vorzeitigen Krisenende im Weg

Top-Thema: Chinas Rohstoffsanktionen bleiben für Europa ein Problem

Der globale Rohstoffmarkt leidet unter der chinesischen Exportpolitik.

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Bringt der Oberste Gerichtshof Trumps Zollpolitik ins Wanken?
Wenn Sie diese Ausgabe erreicht, dürften die Richter des Supreme Courts noch keine Entscheidung bezüglich der US-Strafzölle getroffen haben. Bis zu einem endgültigen Urteil könnten Experten zufolge sogar Monate ins Land ziehen. Was jedoch nach ersten Anhörungen klar wurde: Selbst die von Donald Trump eingesetzten konservativen Richter äußerten sich teilweise skeptisch. Für den US-Präsidenten steht viel auf dem Spiel. Nicht nur sein wirtschaftspolitischer Kurs könnte Schaden nehmen. Für Trump sind Importzölle eine Art Allheilmittel für die heimische Ökonomie und das Fundament seiner Agenda. Ein negatives Urteil könnte auch die kommenden Midterm-Wahlen beeinflussen.
Deutsche Wirtschaft: Kein Wachstumsboom, aber Besserung
Nach immer neuen internen Querelen schien sich zur Mitte des 4. Quartals endlich wieder etwas Ruhe in der Großen Koalition abzuzeichnen. Ein heikles Thema war die Diskussion über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Notwendigkeit einer Stärkung der Bundeswehr sehen auch große Teile der Opposition. Die mögliche Überarbeitung des Rentensystems hingegen ist selbst innerhalb der Union durchaus ein Streitthema. Währenddessen gab es rein wirtschaftlich gesehen sowohl eine gewisse Hoffnung auf einen Aufschwung als auch eine Verschärfung bekannter Probleme. Positiv fiel etwa das aktuelle Herbstgutachten der EU aus. Sie erwartet für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 eine bessere Entwicklung als im Rahmen ihrer vorherigen Analyse.
Chinas Exportpolitik bedroht Deutschland und den Rohstoffmarkt
Viel war über die Auswirkungen des Handelskriegs zwischen den USA und China spekuliert worden. Dass der Konflikt letztlich nicht nur die beiden Staaten treffen würde, war absehbar. Experten hatten gewarnt, die Volksrepublik könnte Europa und insbesondere Deutschland als Zwischenlösung nutzen, um Absatzeinbrüche zu umgehen. Eben diese Mahnungen werden inzwischen durch verschiedene Analysen bestätigt. Höhere Einfuhrraten aus der Volksrepublik führen zusehends zu fallenden Preisen auf dem deutschen Markt. Diese Verlagerung wird für viele deutsche Industriesparten mehr und mehr zum Risiko. Scheitern Gespräche zwischen Washington und Peking, könnte die Lage noch ernster werden.
Unklare Bedingungen für die Wirtschaft zum Jahreswechsel
Die Einschätzung der EU-Kommission zum Wachstum der deutschen Wirtschaft ist bereits ein klarer Indikator: Die Krise als solche bleibt auch im kommenden Jahr steter Begleiter. Damit verbunden scheint ebenso sicher, dass Deutschland abermals nicht allzu bald an die Spitze der Industrienationen im Euroraum zurückkehren wird. Ganz zu schweigen von der früher guten Stellung Deutschlands im internationalen Umfeld. Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) sagten im Herbst ein geringes Wachstum für das Jahr 2026 voraus. Mit einem Plus von 0,9 % lag die Prognose allerdings 0,4 % unter der Erwartung der Bundesregierung, die in der Vergangenheit mehrfach optimistischer als internationale Ausblicke ausgefallen war. Der Bund setzt bei der Wachstumshoffnung vor allem auf eine bessere Inlandsnachfrage.