Exportkontrolle in der Praxis 14.09.2026

KW 38 I 2026

Top-Thema: KI im Zollrecht: Wie Sie Menschen und Technik für bessere Compliance zusammenbringen

Download PDF
Pro-forma-Werte im Zollverfahren: So vermeiden Sie 6-stellige Nachforderungen
Ein Schweizer Medizintechnikunternehmen belieferte seine Kunden über ein neues Zentrallager in Ludwigsburg. Weil bei der Einfuhr noch keine endgültigen Kaufpreise vorlagen, arbeitete das Unternehmen mit zu niedrig angesetzten Pro-forma-Werten. Bei einer Betriebsprüfung stellte der Zoll die Fehler fest – mit erheblichen finanziellen Folgen.
China setzt 14 EU-Unternehmen auf die Kontrollliste: So sichern Sie jetzt Ihre Lieferketten
China verschärft den Druck auf europäische Unternehmen: Seit dem 24.7.2026 dürfen chinesische Exporteure 14 gelisteten EU-Unternehmen grundsätzlich keine Dual-Use-Güter mehr liefern. Auch die Weitergabe chinesisch-originärer Dual-Use-Güter aus Drittstaaten ist erfasst. Prüfen Sie deshalb jetzt, wo solche Güter in Ihren Lieferketten vorkommen und ob Ihre Geschäftspartner von chinesischen Kontrollmaßnahmen betroffen sind.
KI im Zollrecht: Wie Sie Menschen und Technik für bessere Compliance zusammenbringen
Millionenbeträge fließen in neue Software, während Zoll- und Exportverantwortliche weiterhin komplexe Regelungen händisch prüfen und Risiken eingehen. Wer KI als reines Werkzeug zur Personalreduktion begreift, blockiert das gesamte Team und gefährdet die Rechtssicherheit. Unternehmen durchbrechen diesen Stillstand, indem Führungskräfte psychologische Sicherheit schaffen, Experimentieren erlauben und menschliche Fähigkeiten mit Algorithmen skalieren.
Tauschverpackungen nach Serbien: Zollrechtlich sicher liefern – ohne Doppelverzollung
Sie liefern Ihre Waren auf Mehrwegpaletten oder in Tauschbehältern nach Serbien oder in ein anderes Drittland? Dann reicht die logistische Lösung allein nicht aus. Ohne die richtige zollrechtliche Einordnung drohen Doppelverzollung, unnötige Sicherheitsleistungen und Verzögerungen an der Grenze. In unserem Beispiel ist Serbien, anders als die Türkei, nicht Teil einer Zollunion mit der EU. Tauschverpackungen laufen deshalb über das Verfahren der vorübergehenden Aus- und Einfuhr, nicht über Präferenznachweise.
US-Behörden verschärfen die Zollkontrollen: So schützen Sie Ihr Unternehmen mit sauberen Lieferkettendaten
US-Behörden bewerten Handelsbetrug neuerdings als Angriff auf die nationale Sicherheit und verschärfen Kontrollen drastisch. Fehlerhafte Ursprungsangaben, unzutreffende Tarifierungen oder unvollständige Lieferkettendaten können nicht nur zu Nachforderungen, sondern auch zu zivil- und strafrechtlichen Verfahren führen. Ein aktueller Leitfaden zeigt, worauf die Behörden besonders achten. Prüfen Sie deshalb jetzt Ihre Stammdaten und Nachweisprozesse.

Arbeitshilfen

  • Übersicht: KI profitabel implementieren
  • Übersicht: Tauschverpackungen im Drittlandsverkehr mit Serbien