ENERGIE & INDUSTRIEWERTE

Rohstoffmärkte: Entwicklung gegen alle Erwartungen?

Viele Rohstoffpreise bewegten sich in diesem Jahr anders, als es beispielsweise die Weltbank 2025 vorhergesagt hatte. Genau diese Weltbank sah sich in den letzten Monaten mehrmals zu einer Korrektur ihrer Prognosen veranlasst. Die Beeinträchtigung der Schifffahrt und in der Folge der Öllieferungen erwies sich nach dem Beginn des Kriegs im Nahen Osten als Risikofaktor für jede sonst zuverlässige Analyse. Die Energiewerte durchliefen das Jahr hindurch gravierende Schwankungen. Die Industriemetalle starteten trotz wiederkehrender Warnungen in der ersten Jahreshälfte nicht durchweg eine Aufholjagd. Zollsorgen und Produktionsausfälle waren für die einen Rohstoffe heikler als für die anderen.

Matthias Nemack

06.11.2026 · 14 Min Lesezeit

Trump und die Fed – die Beziehung steht unter einem schlechten Stern

Das Jahr war ein guter Beweis dafür, dass die Preise an den Börsen nicht zu jeder Zeit etwas über kurz- bis mittelfristige Perspektiven verraten. 2026 gab es zahlreiche Unwägbarkeiten, die als Begründung der Fehlerquoten der sonst erfahrenen Analysten dienen können. Die genauen Gründe für die Schwierigkeiten werden in diesem Kapitel in Verbindung mit verschiedensten fundamentalen Rohstoffen behandelt. Als ausgewählte Werte dienen unter anderem Kupfer, Nickel, Gallium und Gold. Natürlich kommt auch der Energiesektor zur Sprache. Er war zuerst von der ersten großen Unbekannten dieses Jahres betroffen, dem Krieg im Nahen Osten. Die Wurzeln anderer Krisen, die hinsichtlich der Marktverschiebungen maßgeblich sind, reichen weiter zurück, sind aber nicht minder wichtig. Hierzu zählen etwa die ersten Reibereien zwischen dem US-Präsidenten und dem seit Mai amtierenden neuen Chef der US-Notenbank Kevin Warsh.

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