TOP-THEMA
Kriege, Konjunktur und knappe Rohstoffeprägen den Jahresausklang
Die Rohstoffmärkte sind mit Risiken in die letzten Jahreswochen gestartet. Der Nahost-Krieg hält Öl und Gas teuer, gestörte Handelswege belasten währenddessen die Versorgung. Ebenso schwächt die verhaltene Industriekonjunktur vielerorts die Nachfrage. Bei Metallen zeigt sich ein widersprüchliches Bild: Während Investitionen in Stromnetze und Rechenzentren den Bedarf stützen, bremsen Chinas Bauwirtschaft und Handelskonflikte andere Marktsegmente aus. Hohe Energiekosten erschweren zudem den Kampf gegen die hohe Inflation und könnten weitere Zinsschritte auslösen. Für die Weltwirtschaft bleibt so wenig Spielraum. Eine breitere Entlastung bei den Rohstoffpreisen ist bis Jahresende kaum zu erwarten, auch wenn einzelne Märkte nachgeben.
Matthias Nemack
06.11.2026
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2 Min Lesezeit
Die Rohstoffmärkte bleiben anfällig für politische Kurswechsel
Die Datenlage Mitte des Schlussquartals zeigt: Die Weltwirtschaft dürfte das Jahr mit moderatem Wachstum abschließen. Allerdings bleibt die industrielle Nachfrage verhalten, während politische Entscheidungen jederzeit neue Preisbewegungen auslösen können. Dies zeigen die Trends bei den Erzeugerpreisen und Rohstoffen eindeutig. Besonders deutlich bestätigt sich diese Einschätzung am Ölmarkt. Der Krieg im Nahen Osten führt die Bedeutung sicherer Lieferwege vor Augen. Jede Störung der Versorgung könnte den Energiekosten schnelle Veränderungen bescheren. Im Handelsstreit zwischen den USA und China gab es dagegen zwischenzeitlich Anzeichen einer Annäherung. Vereinbarungen über Zölle und Exportkontrollen könnten den Handel mit strategischen Rohstoffen erleichtern. Grundlegende Entspannung ist damit nicht erreicht. Peking behält bei kritischen Metallen wichtige Hebel in der Hand.
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