MÄRKTE IM KI-ZEITALTER

2026 zeigt: Wer Rohstoffe kontrolliert, bestimmt die Weltwirtschaft

Das Spannungsfeld globaler Rohstoffversorgung präsentierte sich im Jahresverlauf eindeutiger. China brachte sich als führender Verarbeiter strategischer Metalle, ebenso als größter Verbraucher, in Stellung. Die USA ließen nichts unversucht, mit Zöllen und industriepolitischen Maßnahmen die Lieferketten neu zu ordnen. Nutznießer der schwierigen Bedingungen waren und sind weiterhin Staaten wie Australien oder Chile. Zu den Förderländern, die ihre Positionen auf dem Rohstoffmarkt stärken konnten, gehören sowohl Indonesien als auch die Demokratische Republik Kongo. KI, E-Mobilität, Energiewende – die Liste der verbrauchsstarken Marktsparten wird immer länger.

Matthias Nemack

06.11.2026 · 5 Min Lesezeit

Die Märkte im Spannungsfeld weniger führender Wirtschaftsmächte

Die weltweite Rohstoffversorgung ist von geopolitischen Interessen bestimmt. China stabilisierte seine Relevanz als Verarbeiter strategischer Metalle, während die USA mit Zöllen und Industriemaßnahmen ihre Lieferketten neu ordneten und dies sehr wahrscheinlich weiter tun werden. Europa muss sich gegen wachsende Abhängigkeiten behaupten. Zugleich gewinnen Förderländer wie Australien, Chile, Indonesien und die Demokratische Republik Kongo an Bedeutung. Der globale Bedarf an Kupfer, Lithium und Seltenen Erden wächst insbesondere durch die Elektromobilität, die Energiewende und den Ausbau Künstlicher Intelligenz (KI). Damit entscheidet der Zugang zu Rohstoffen immer mehr über die industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Hier geht es ebenfalls um das EU-Mitspracherecht am politischen runden Tisch.

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