KURZMELDUNGEN
Europas Rohstoffversorgung in Zeiten von Krisen und Zinssorgen
Die deutsche und europäische Rohstoffversorgung ist stark belastet. Daran ändern zwischenzeitliche Kursverluste wenig. Der Krieg im Nahen Osten störte während des Sommers wichtige Seewege. Er führte zusätzlich zu verteuerter Energie, erschwerte Transporte und die Aufrechterhaltung der Lieferwege bei der Verarbeitung von Metallen. Chinas Exportkontrollen und die Folgen des inzwischen teilweise zu wenig berücksichtigten Ukraine-Kriegs sind ebenso Probleme, an die es über das Jahr hinaus zu denken gilt. Ein wiederkehrender Kritikpunkt aus Expertensicht war lange die fehlende Suche nach alternativen Bezugsquellen der EU. Immerhin: Europa sucht endlich Optionen, kritische Materialien schneller zu beschaffen. Der Recycling-Ausbau wiederum wird erst mit einiger Verzögerung Wirkung zeigen.
Matthias Nemack
09.10.2026
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2 Min Lesezeit
Recyclingprogramme sollen Preisgefahren besser auffangen
Die Bestrebungen Deutschlands und der EU, vermehrt Rohstoffkreisläufe entstehen zu lassen, haben in der Tat das Ziel, Importabhängigkeiten des Wirtschaftsraums zu verringern. Das Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie soll Vorbildfunktion innerhalb Europas haben. 260 Millionen € sollen bis zum Jahr 2029 aus sogenannten Klima- und Transformationsfonds in das Projekt fließen. Die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe soll dabei natürlich ebenfalls einen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz leisten.
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