Kurzmeldung

Achtung: Kostenlose CO₂-Zertifikate sind bald an eine neue Bedingung geknüpft

Stellen Sie sich vor, der Zoll prüft Ihre CO₂-Bilanz und entzieht Ihnen plötzlich wertvolle Emissionsrechte. Der Vorwurf: Sie investieren am Heimatstandort nicht genug in Klimaschutz. Das könnte bald passieren, denn die EU-Kommission plant neue Regeln in der Vergabe von Gratis-Zertifikaten. Wo Sie jetzt investieren sollten, um sich zukunftssicher aufzustellen.

Holger Schmidbaur

06.07.2026 · 1 Min Lesezeit

Die EU-Kommission plant eine umfassende Reform des Emissionshandels. Laut Klimakommissar Wopke Hoekstra sollen energieintensive Industrien wie Stahl- oder Chemiebetriebe künftig nur dann kostenlose Emissionsrechte behalten, wenn sie die dadurch eingesparten Mittel nachweislich in die Dekarbonisierung ihrer europäischen Standorte investieren. Ab Mitte Juli gilt damit ein System, das Flexibilität bietet, diese aber strikt an lokale Investitionen koppelt. Unternehmen, die die Vorgaben ignorieren, verlieren nicht nur den Vorteil der Gratiszuteilung, sondern zahlen am Ende doppelt.

Was Ihre Abteilungen jetzt tun müssen, um möglichen Sanktionen zuvorzukommen

Für den praktischen Alltag im Unternehmen bedeutet das: Die Abteilungen müssen enger zusammenarbeiten, da Zoll und Exportkontrolle die Einhaltung der Vorgaben genau prüfen. Bei neuen Produktionsanlagen sind die Prozesse lückenlos zu dokumentieren und steuerlich eindeutig zuzuordnen.

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