Worst-Case-Methode: Maximale Sicherheit für Ihr Unternehmen in der Präferenzkalkulation

Stellen Sie sich vor: Ihr Unternehmen exportiert Waren in ein Land, mit dem ein Freihandelsabkommen besteht. Ihre Kunden profitieren von reduzierten oder sogar vollständig entfallenden Zöllen – ein klarer Wettbewerbsvorteil. Doch was passiert, wenn sich bei einer späteren Zollprüfung herausstellt, dass die Ursprungseigenschaft Ihrer Waren falsch ermittelt wurde? Die Folgen können erheblich sein: Nachforderungen von Zöllen, finanzielle Belastungen für Kunden, Vertrauensverlust und im schlimmsten Fall rechtliche Konsequenzen. Genau deshalb gewinnt die sogenannte Worst-Case-Methode bei der Präferenzprüfung zunehmend an Bedeutung. Diese Methode bietet Ihnen als Unternehmen eine besonders sichere Herangehensweise bei der Beurteilung des präferenziellen Ursprungs von Waren. Sie minimiert Risiken, schafft Transparenz und erhöht die Rechtssicherheit bei internationalen Geschäften. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Worst-Case-Methode funktioniert und warum sie insbesondere für Unternehmen zahlreiche Vorteile bietet.

Sabine Wazlawik

28.06.2026 · 3 Min Lesezeit

Was versteht man unter der Worst-Case-Methode?

Die Worst-Case-Methode ist ein Ansatz zur Ermittlung des präferenziellen Ursprungs von Waren. Dabei wird bewusst von den ungünstigsten zulässigen Annahmen ausgegangen. Das bedeutet: Wenn beispielsweise bei Vormaterialien Unsicherheiten bestehen oder unterschiedliche Lieferanten mit verschiedenen Ursprungseigenschaften eingesetzt werden, wird für die Berechnung stets die Variante betrachtet, die für das Unternehmen am schwierigsten zu erfüllen ist.

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