Top-Thema

US-Export: Wie Sie typische Fehler vermeiden, die Millionenstrafen kosten können

36.184.680 US-Dollar Bußgeld mussten unlängst 2 Tochterunternehmen von Bosch an die US-Behörden zahlen. Der Grund: Sie hatten Bauteile, die US-Technologie enthielten, ohne BIS-Genehmigung an den chinesischen Konzern Huawei geliefert. Der Fall zeigt: Wer US-Recht ignoriert, setzt das ganze Unternehmen aufs Spiel. Denn auch Bauteile mit US-Technologie können dazu führen, dass US-Vorgaben berücksichtigt werden müssen. Unternehmen sollten deshalb genau prüfen, welche Komponenten betroffen sind und welche Prozesse dafür erforderlich sind. Erfahren Sie in diesem Top-Thema, wie Sie US-Komponenten richtig bewerten und Prozesse einführen, die Sie vor Sanktionen schützen.

Holger Schmidbaur

26.10.2026 · 6 Min Lesezeit

US-Exportkontrollrecht entfaltet eine exterritoriale Wirkung, die viele europäische Akteure regelmäßig überrascht. Das US-amerikanische Bureau of Industry and Security (BIS), das dem Handelsministerium (Department of Commerce) untersteht, wendet die Export Administration Regulations (EAR) weltweit an. Die EAR gelten für alle Güter, die dem US-Exportrecht unterliegen (subject to the EAR). Welcher Ort auf der Welt als Lieferursprung dient, spielt dabei rechtlich keine Rolle.

Wer Güter exportiert, prüft zuerst, ob ein Anwendungsbereich der EAR vorliegt. Der Geltungsbereich erstreckt sich über 3 wesentliche Säulen:

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