Viele Details mit Praxiswirkung sind allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Denn der Entwurf muss noch in den normalen Gesetzgebungsprozess und um eine Durchführungs- und Delegierte Verordnung ergänzt werden. Vier teils strittige Kernpunkte sind jedoch jetzt bereits bekannt. Mit diesen sollten Sie sich auseinandersetzen und prüfen, ob sie Ihre Unternehmensprozesse betreffen:

- Trust & Check Trader (TCT): Der TCT ist die Weiterentwicklung des AEO. Somit bleibt der AEO nun doch bestehen.
- EU-Zollbehörde: Mit Sitz in Lille wird voraussichtlich ab 2027 eine EU-Zollbehörde (EU Customs Authority, EUCA) eingerichtet, die zentrale Mechanismen (bspw. EU-Zolldatenplattform) koordiniert und die Zusammenarbeit der Zollbehörden der Mitgliedsstaaten fördert.
- Verschärfung im Bereich E-Commerce: E-Commerce-Plattformen werden stärker in die Verantwortung genommen, die 150-€-Grenze für Zollfreiheit wird abgeschafft und eine pauschale Einfuhr- und Abfertigungspauschale wird eingeführt.
- EU-Zolldatenplattform: Der EU Customs Data Hub dient der operativen Zollabwicklung. Schrittweise werden nationale IT-Systeme darauf ausgerichtet.
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