neulich saß ich mit einem Mandanten zusammen, der sichtlich verzweifelt war: „Ich sitze in Bayern, mein Zulieferer in Texas, mein Kunde in Vietnam – und jetzt sagt mir jemand, dass auch noch chinesisches Recht mitreden könnte. Wessen Gesetz gilt denn jetzt eigentlich?“ Ich musste schmunzeln, denn genau so eine Frage höre ich in letzter Zeit ständig. Die ehrliche Antwort: manchmal alle gleichzeitig. Ein einziges Bauteil aus den USA kann Ihr komplettes, in Deutschland gefertigtes Produkt dem US-Recht unterwerfen – selbst wenn dieses Produkt nie amerikanischen Boden berührt. Willkommen in der wunderbaren Welt der extraterritorialen Reichweite.
Zum Glück gibt es klare Grenzwerte, die festlegen, wann US-Recht tatsächlich greift – und wann nicht. Mit der richtigen Systematik verlieren Sie im Paragrafen-Dschungel nicht den Überblick. Wie das geht, lesen Sie in unserem Top-Thema. Viel Spaß beim Lesen!
Herzlichst Ihre
Julianna Straib-Lorenz Chefredakteurin
Direkter Kontakt zur Redaktion
Julianna Straib-Lorenz
Julianna Straib-Lorenz ist Unternehmensberaterin, Autorin und Dozentin im Bereich Außenwirtschaft. Dank ihrer mehr als 16 Jahre Erfahrung im Zoll- und Logistikbereich in verschiedenen Branchen steht sie Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.