Leserfrage

KI in der Präferenzkalkulation: Kann die Software meine Stücklisten wirklich rechtssicher auswerten?

FRAGE: Wir stellen Ursprungserklärungen für unsere Kunden aus und müssen dafür bei jedem Produkt die Präferenzkalkulation durchführen – also prüfen, ob der Ursprungsanteil unserer Vormaterialien und Komponenten ausreicht, um die […]

Julianna Straib-Lorenz

24.08.2026 · 2 Min Lesezeit

FRAGE: Wir stellen Ursprungserklärungen für unsere Kunden aus und müssen dafür bei jedem Produkt die Präferenzkalkulation durchführen – also prüfen, ob der Ursprungsanteil unserer Vormaterialien und Komponenten ausreicht, um die jeweilige Ursprungsregel zu erfüllen. Bei komplexen Stücklisten mit vielen Einzelteilen ist das enorm aufwendig. Gibt es dafür inzwischen KI-Unterstützung, und kann ich mich darauf auch rechtlich verlassen?

ANTWORT: Ja, auch in der Präferenzkalkulation kommt KI-Unterstützung inzwischen praktisch zum Einsatz – und gerade bei umfangreichen Stücklisten liegt darin ein erhebliches Zeitersparnis-Potenzial. Solche Systeme durchsuchen Ihre Stammdaten und Stücklisten automatisiert, ordnen jeder Position den hinterlegten Ursprung sowie den jeweiligen Wert zu und berechnen daraus, ob die einschlägige Listenregel – etwa eine Wertgrenze für Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaft oder eine geforderte Verarbeitung – im konkreten Fall erfüllt ist.



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