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Die Frage bleibt: Wie verlässlich sind die USA als Partner?

Um militärische Aspekte soll es hinsichtlich der Zuverlässigkeit der USA an dieser Stelle nicht gehen, obwohl es nach den letzten Gesprächen über ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine durchaus viele Sorgen gibt, wie lange Trump Europa in diesem Punkt zur Seite steht. Im Zusammenhang mit der Wirtschaft und dem Rohstoffmarkt scheinen Bedenken aber nicht minder berechtigt. Kaum waren Ende August neue Einzelheiten zu schriftlichen Vereinbarungen zwischen der EU und den USA publik geworden, gab es umgehend weitere Drohungen des US-Präsidenten. Dieses Mal ging es um europäische Steuern und Regularien für Digitalkonzerne, die Donald Trump ein Dorn im Auge sind.

Matthias Nemack

12.09.2025 · 2 Min Lesezeit

Kommissionspräsidentin verteidigt Abkommen mit den USA

Selbstkritische Äußerungen aus den Führungsriegen der Politik haben bekanntlich Seltenheitswert. So war es wenig verwunderlich, dass EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Bekanntwerden neuer Details zum Handelsstreit mit den USA fast ausschließlich positive Worte fand. Die Einigung sei „eine bewusste Entscheidung“ gewesen. Ganz im Sinne so wichtiger Grundvoraussetzungen wie Stabilität und Berechenbarkeit, ohne die Politik nicht funktionieren könne. Man habe sich ausdrücklich gegen einen noch härteren Konfrontationskurs entschieden, um ein wichtiges Zeichen innerhalb der demokratischen Welt zu setzen. Ein ernster Handelskrieg hätte am Ende nur Russland und China genutzt, so von der Leyens Reaktion auf die doch sehr scharfe Kritik bezüglich der Vereinbarungen zwischen Brüssel und Washington.

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