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Erwartungen an das 18. Sanktionspaket gegen Russland: Sind Sie vorbereitet?

Auf das geplante 18. Sanktionspaket gegen Russland sollten sich Exportverantwortliche schon jetzt vorbereiten und entsprechende Prozesse anpassen.

Holger Schmidbaur

11.07.2025 · 1 Min Lesezeit

Das nächste Sanktionspaket der EU gegen Russland steht bevor und erweitert die betroffenen Güterlisten, Personen und Entitäten kontinuierlich weiter. Zwar ist offiziell noch nichts beschlossen, doch für Exportkontrollverantwortliche steht bereits jetzt fest, dass sie die internen Prozesse ihres Unternehmen anpassen müssen. 

  • Erweiterung von Güterlisten und Durchfuhrverboten
  • Neue Restriktionen im Finanzbereich und bei Dienstleistungen
  • Auswirkungen auf geistiges Eigentum und Geschäftsgeheimnisse

Geistiges Eigentum und Geschäftsgeheimnisse

Insbesondere der letzte dieser drei Punkte wird häufig unterschätzt. Weitergabe von Bauplänen, Rezepturen, Software-Quellcodes oder vertraulichen Produktionsverfahren? Dies kann alles einen Sanktionsverstoß darstellen! 

Beachten Sie unbedingt die Relevanz von IP-Rechten und Geschäftsgeheimnissen: Die Übertragung von geistigem Eigentum (Patente, Lizenzen, Marken) und Geschäftsgeheimnissen ist ebenfalls von Sanktionen betroffen! Die Sanktionsverordnungen umfassen explizit Verbote der direkten oder indirekten Bereitstellung von technischer Unterstützung – also auch die Übermittlung von Know-how. Prüfen Sie daher unbedingt juristisch, ob laufende Lizenzvereinbarungen, Kooperationen oder Joint Ventures mit russischen Partnern von den Sanktionen betroffen sind. 

Weitere Entwicklungen für den Außenhandel

Das geplante Sanktionspaket ist keineswegs die einzige anstehende Änderung für das Exportgeschäft. Auch folgende Themen sollten Sie im Blick behalten:

  • US-Exportkontrollen und der Einfluss auf den Handel mit China 
  • Anpassungen bei Dual-Use-Gütern und Catch-All-Klauseln 
  • Änderungen bei Allgemeinen Genehmigungen (AGG) 
  • Chinas wachsende Exportkontrollen 
  • Umgehungstatbestände und Exportkontrolle-Compliance 

ZOLEX empfiehlt:

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Holger Schmidbaur ist als Global Customs & Trade Manager in der Schweiz angestellt und verantwortet in dieser Position die globalen Zoll- und Außenwirtschaftsprozesse. Vor dieser Funktion hat er als Zoll- […]