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Änderungen im Exportgeschäft auf einen Blick: Der große Halbjahres-Check am 16. Juli 2025

Wer rastet, der rostet – das gilt auch für das Exportgeschäft. Nahezu wöchentlich müssen sich Exporteure in neue Regelungen und Gesetzesänderungen einarbeiten, um eine rechtssichere Exportkontrolle garantieren zu können.

Holger Schmidbaur

02.07.2025 · 1 Min Lesezeit

Im zweiten Halbjahr 2025 sollten Sie sich daher insbesondere mit diesen vier Themen und den dazugehörigen Sofortmaßnahmen auseinandersetzen, um die größten rechtlichen Risiken zu entschärfen: 

Prüfen Sie Lieferungen mit Russland-Verbindung auf IP-Restriktionen

Beim 18. Sanktionspaket geht es nicht mehr nur um klassische Güterlisten. Auch die Übertragung von Software, Lizenzen oder geistigem Eigentum kann jetzt unter Verbote fallen. Legen Sie deshalb in Ihrem Exportkontrollsystem einen Filter für Begriffe wie „Lizenz“, „IP“ oder „Blueprint“ an. So können Sie sich alle Lieferungen anzeigen lassen, bei denen solche Elemente enthalten sein sollten – und vermeiden Verstöße frühzeitig. 

Achten Sie auf versteckte US-Technologien in Ihren Produkten

Durch die neuen DFPR-Regeln kann selbst ein harmloses Bauteil genehmigungspflichtig sein, wenn darin US-Technologie oder -Software steckt. Erstellen Sie deshalb eine Übersicht Ihrer zentralen Komponenten mit möglichem US-Bezug (Chips, Sensoren, Firmware, etc.). Fragen Sie direkt beim Hersteller nach, ob US-Know-how involviert ist. 

Kontrollieren Sie die Endverwendung einzelner Güter gezielt

Die überarbeitete Catch-All-Klausel erfasst nun auch Waren, die zwar nicht klassisch gelistet sind, aber für militärische oder sicherheitsrelevante Anwendungen genutzt werden könnten – zum Beispiel Kameras, Steuerungssysteme oder KI-Bestandteile. Dokumentieren Sie bei neuen Lieferungen in ein auffälliges Zielland, was über die geplante Endverwendung bekannt ist.  

Halten Sie Ihre Partnerlisten regelmäßig aktuell

Mit der chinesischen „Unreliable Entity List“ landen immer mehr Unternehmen auf einer Blacklist, häufig ohne Vorankündigung. Überprüfen Sie daher regelmäßig Ihre wichtigsten Partnerbeziehungen auf offizielle Hinweise oder Listeneinträge. Für eine erste Übersicht genügt oft schon ein wöchentlicher Blick auf einschlägige Regierungsseiten oder Branchennewsletter. 

ZOLEX empfiehlt:

Weitere nützliche Tipps und Tricks erfahren Sie im kostenlosen „Halbjahres-Check 2025“ am 16. Juli 2025. Bei diesem Online-Event schauen unsere Experten Holger Schmidbaur und Sherwin Adimi gemeinsam mit Ihnen unter die Motorhaube Ihres Exportgeschäfts und weisen Sie auf potenzielle Risiken wie Verbesserungspotenziale hin.

Als treuer Leser von ZOLEX ist diese Veranstaltung übrigens zu 100% kostenlos für Sie.  

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Holger Schmidbaur ist als Global Customs & Trade Manager in der Schweiz angestellt und verantwortet in dieser Position die globalen Zoll- und Außenwirtschaftsprozesse. Vor dieser Funktion hat er als Zoll- […]