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EAR99-Güter – Warum auch scheinbar „unkritische“ Waren für Ihr Unternehmen exportkontrollrechtlich relevant sind
Sie handeln mit US-Waren, nutzen US-Software oder verbauen amerikanische Komponenten in Ihren Produkten? Dann begegnet Ihnen der Begriff EAR99 häufig schneller, als Sie denken. Viele Unternehmen gehen davon aus, dass EAR99-Güter „frei exportierbar“ seien – und übersehen dabei erhebliche Risiken. Denn auch diese Güter unterliegen dem US-(Re-)Exportkontrollrecht und können bei falscher Handhabung empfindliche Konsequenzen nach sich ziehen. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, was EAR99 konkret bedeutet, warum die Einstufung für deutsche Unternehmen relevant ist und worauf Sie in der Praxis zwingend achten sollten.
Julianna Straib-Lorenz
30.01.2026
·
6 Min Lesezeit
Was sind EAR99-Güter?
Die Export Administration Regulations (EAR) bilden das zentrale Regelwerk des US-Exportkontrollrechts für zivile und dual-use-nahe Güter. Die Einstufung EAR99 stellt dabei keine aktive Genehmigung und auch keine Freistellung dar, sondern fungiert als Auffangkategorie für alle Güter, die nicht ausdrücklich in der Commerce Control List (CCL) mit einer eigenen Export Control Classification Number (ECCN) erfasst sind.
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