Der deutsche Einkaufsmanager-Index der Industrie ist im Mai 2026 leicht auf 49,9 Punkte zurückgegangen. Im April lag er noch bei 51,2 Punkten. Er sinkt damit knapp unter den klassischen Wert von 50 Punkten. (Stand: 31.5.2026)
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Hohe Kosten für Rohstoffe sind ohne Wenn und Aber ein schwieriger Punkt. Dieser wiederum hängt von weiteren Faktoren ab. Ifo-Chef Clemens Fuest hält an seinen Warnungen fest: Die US-Zollpolitik ist sogar nach den Richtersprüchen eine Rezessionsgefahr für Deutschlands Wirtschaft. Fuest stufte die Bedrohung für die deutsche Automobilindustrie nochmals als elementar ein. Trump zeigte sich von den Urteilen der Richter kaum beeindruckt. Zur Jahresmitte könnten die USA die Einfuhrzölle auf europäische Autos und Lastwagen auf 25 % anheben. Kommt es zu diesem Schritt, kann Deutschlands Bruttoinlandsprodukt nach Berechnungen des Instituts auf 0,8 % für das laufende Jahr fallen. Dabei ist eine nochmalige Anhebung der Zölle ein fortwährendes Risiko, das nicht nur der Automobilsektor vor Augen haben muss.
Es braucht kein Insiderwissen, um zu erkennen, dass steigende Preise für Öl in der logischen Konsequenz zugleich für Mehrkosten bei Gas und Strom sorgen werden. Ebenso klar ist: Sollten sich die Parteien im Konflikt zwischen Iran und seinen Verbündeten sowie den USA als selbsternannter Retter des Westens als Gegenpol nicht einigen können, ist ein jahrelanger Anstieg der Energiekosten aus Sicht von Experten eine ernste Option. Ausschlaggebend ist: Werden Öl, Gas und Strom teurer, ziehen andere Rohstoffe umgehend nach. Die Trends bei Edelmetallen wären in diesem Fall schlimmstenfalls nur ein erster gravierender Warnschuss gewesen.
Während viele Versorger auf lokaler Ebene recht stabile Energiepreise zusichern können, verschlechtert sich die weltweite Marktlage weiter. Die vorsichtige Entspannung „vor Ort“ lässt sich zumeist durch langfristige Versorgungs-Vereinbarungen erklären, die vielfach noch für wenige Jahre gelten. Auch die zunehmende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern ermöglicht örtlichen Anbietern mitunter bessere Planungssicherheit. Die Rückbesinnung im Bund auf traditionelle Energie – inklusive Ansätzen zur stärkeren Nutzung von AKW – wirkt nicht nur wegen der unsicheren Situation im Nahen Osten auf viele Energie-Experten befremdlich. Auch deshalb, weil die Bundesregierung selbst von nochmaligen, kaum vorhersehbaren Preissprüngen bei Rohstoffpreisen ausgeht.
Schon an dieser frühen Stelle der Ausgabe lässt sich eine wesentliche Erkenntnis der letzten Wochen treffsicher zusammenfassen:
Nahezu alle Rohstoffpreise bewegten sich in den entscheidenden Wochen vor Redaktionsschluss auf Rekordniveau. Daran konnten
die zum Teil durchaus erheblichen Korrekturen am Ende wenig ändern. Für den Einkauf ist diese Tatsache im Grunde in doppelter Hinsicht problematisch. Denn parallel zum Trend auf dem Rohstoffmarkt sorgt der Krieg im Nahen Osten als zusätzliches – ebenso politisches wie wirtschaftliches – Dilemma bei einer Vielzahl der Erzeugerpreise für einen Ausbruch in neue Rekordregionen mit enormem Gewinnpotenzial für Anbieter.
Es sind vor allem wiederkehrende Preisschocks im Energiesektor, die am Stahlmarkt für Turbulenzen sorgen. Gleichzeitig erwarten Analysten weitere konjunkturelle Maßnahmen in China. Diese könnten zusätzlichen Druck auf die Kurse ausüben. So könnte Stahl noch merklich teurer werden als zu Beginn des 2. Quartals. Zwischenzeitliche leichte Bereinigungen dürften im Frühjahr zusehends in den Hintergrund treten. Ähnliche Trends werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit zeitnah an den Schrottmärkten zeigen. Die unsichere Zolllage und die Nahostkrise verhindern ebenfalls eine nötige Entspannung.
Die Exportwerte vieler Warengruppen rutschen im 1. Quartal 2026 weiter ab. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) korrigiert seine Prognosen im Frühjahr 2026 nach unten. Das BME-Frühjahrsbarometer rechet mit Preisanstiegen bei allen Kostenarten.
FRAGE: Uns ist aufgefallen, dass unser Schweizer Lieferant zwar auf jeder Rechnung eine präferenzielle Ursprungserklärung abgedruckt hat, der Wert der Sendung jedoch häufig über 6.000 Euro war. Da unser Lieferant […]
Am 24.3.2026 informierte die EU in einer Pressemitteilung über den Abschluss des ehrgeizigen Freihandelsabkommens.
Ab dem 1.5.2026 können die ersten Lieferungen von Ursprungswaren nach und von den Staaten des MERCOSUR zollfrei geliefert werden.
Die Vorstellung ist verlockend: Sie geben eine Produktbeschreibung ein, vielleicht ein Datenblatt dazu – und innerhalb weniger Sekunden erhalten Sie eine passende Warennummer. Kein langes Blättern im Warentarifverzeichnis, keine Diskussionen, keine Unsicherheit. Genau das versprechen moderne KI-gestützte Tarifierungslösungen. Und tatsächlich: Die Systeme sind heute deutlich leistungsfähiger als noch vor wenigen Jahren. Sie erkennen Muster, vergleichen Daten und liefern oft erstaunlich treffende Ergebnisse. Doch genau an diesem Punkt beginnt Ihre eigentliche Herausforderung: Wie weit können Sie sich darauf verlassen – und wo müssen Sie bewusst gegensteuern?
Bürokratie macht auch vor dem Zollrecht nicht halt: Sie müssen für alle Exportwaren eine Zollanmeldung abgeben. Die elektronische Ausfuhranmeldung ist hier der Standardfall und fragt eine Vielzahl an Informationen ab. Ein rechtlich wichtiger Fokus liegt dabei auf den umgangssprachlich als Unterlagencodierungen bezeichneten Informationen. Dazu zählen sowohl physische Dokumente als auch rechtliche Aussagen in Form der Codierungen. In der Praxis bedeutet das für alle Exportsachbearbeiter viel Detailarbeit, denn nicht nur die Informationen selbst, sondern auch die passenden Codierungen müssen herausgesucht werden. Damit das im Arbeitsalltag reibungslos läuft, schauen wir uns die Systematik im AES-Zollsystem an.